Sonntag, 30. Dezember 2007

Hansa Hotel in Swakopmund

Hansa Hotel in Swakopmund
Für die beiden nächsten Übernachtungen haben wir das Hansa Hotel in Swakopmund gebucht, das als das älteste Hotel Namibias gilt und dessen Komfort im oberen Segment angesiedelt ist. Die Ursprünge des Hotels reichen bis zum Jahr 1905 zurück. Heute orientiert sich das Hotel an zeitgemäße Ansprüche und verspricht hohen Standard seiner Einrichtungen und Services. Das Hotel wird seinem Anspruch gerecht, zielt aber deutlich auf ein konservatives Publikum ab. Wir fühlen uns durchaus gut untergebracht, aber insgesamt wirkt das Hotel auf uns eher museal. Da dieser museale Charakter in Swakopmund allgegenwärtig ist, befindet sich das Hotel am richtigen Platz.

Das Hansa Hotel verheimlicht nicht seine Verwurzelung in deutscher Kultur. An der Rezeption werden wir nicht nur äußerst zuvorkommend, sondern selbstverständlich auch in deutscher Sprache begrüßt. Die Küche des Hotels hat einen guten Ruf, weshalb wir für die beiden nächsten Abende im Hotelrestaurant reservieren möchten. Mit unserem Wunsch bringen wir das Personal in erkennbare Schwierigkeiten, denn Haus und Restaurant sind komplett ausgebucht. Wir dürfen beruhigt sein, für Hausgäste findet sich immer ein Platz im Restaurant. Da haben wir ja noch einmal Glück gehabt. Als Selbstverständlichkeit haben wir das nicht immer erfahren.


Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, brechen wir bald wieder auf, um den Nachmittag zu einem größeren Rundgang im Ort zu nutzen. Gegen Ende unseres Rundgangs setzen wir uns in Nähe des Leuchtturms in das Strand Café und schreiben bei einem Bier unsere letzten Postkarten auf dieser Reise. Wir bilden uns ein, dass es von Vorteil ist, wenn wir die Karten hier auf den Weg nach Deutschland bringen. Es werden jedoch noch einige Wochen vergehen, bis unsere Karten in Deutschland ankommen sollten.
Nach Rückkehr von unserem Rundgang läuft im Fernsehen auf einem deutschen Kanal eine Übertragung der Vierschanzentournee. Alles klar?

Wir sind hungrig und finden uns mit den ersten Gästen im Restaurant ein. Der Chefkellner, ein weißer Deutsch-Namibier, weist gerade anhand der aktuellen Speisenkarte sein einheimisches Servicepersonal in Geheimnisse deutscher Sprache ein. In der Tat werden dann auch unserer Bestellungen auf deutsch entgegengenommen und korrekt weitergeleitet.
Wir beginnen mit einem Glas Sekt. Springbockleber und Austern bilden unsere Vorspeise. Als Hauptgang essen wir Seeteufel Picato bzw. Steinbrasse (eine Unterart der Steuerbarsche) mit grünem Spargel. Obwohl wir eine Flasche Kleen Constantia Sauvignon Blanc und auch noch 2 doppelte Espressi trinken, beläuft sich die Rechnung auf ca. 55 €. In Deutschland hätten wir nur für den Wein so viel gezahlt.   

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